Peloponnes 2011

unsere Route
21.04.2011
Bitsch - Stresa (106 km)
Heute starten wir unsere Reise auf die Insel Peloponnes in Griechenland. Die Kinder haben nachmittags noch Schule, wir haben inzwischen gepackt. Abends nach 17.00 Uhr geht’s los, über den Simplon fahren wir nach Domodossola. In Stresa übernachten wir.
22.04.2011
Stresa - Ancona (512 km) Fähre nach Patras (Olympic Champion)
Früh ist die ganze Familie aus den Federn und morgens um 7.00 Uhr starten wir auch gleich unsere lange Fahrt nach Ancona, wo nachmittags um fünf unsere Fähre nach Peloponnes ablegt. Der erste Stau holt uns schon in Mailand ein, die Zeit wird knapp, wir fahren so schnell wie das Womo bereit ist zu fahren. Dann kommt der nächste Stau vor Bologna. Jetzt kommen wir langsam ins Schwitzen! Wenn das nur zeitlich reicht! Um 16.00 Uhr fahren wir in den Hafen von Ancona ein. Nach dem Einchecken können wir auch gleich aufs Schiff fahren und gleich danach legt das Schiff schon ab. Arrivederci Italia! Danach geht’s gemütlich weiter. Die Fähre Olympic Champion der Anek Linie ist ganz schön riesig und natürlich müssen wir zusammen mit Samuel erst mal das Schiff erkunden. Danach gibt’s Abendessen auf dem Schiff. Geschlafen wird im Womo. Wir haben „Camping on board“ gebucht.

Fähre Olympic Champion, Anek Line
23.04.2011
Patras - Kalavryta (91 km)
Frühstück gibt’s im Womo. Danach spazieren wir noch auf dem Sonnendeck. Wir fahren der griechischen Küste entlang. Nachmittags um halb zwei legen wir in Patras an. Schnell sind wir aus dem Schiffsrumpf raus und im Gewühl von Patras Einbahnstrassen. Das Navigationssystem ist keine grosse Hilfe, es ist völlig überfordert. Endlich klappt’s  und wir verlassen Patras Richtung Korinth und fahren der Küste entlang bis nach Diakoptro. Von dort fahren wir hinauf in die Berge in das Vuraikos Tal bis nach Kalavryta. Unterwegs schauen wir das Kloster Méga Spileon an. Ein Mönch führt uns durch die Grotten und Kapellen des Klosters, leider können wir nicht miteinander reden, da er lediglich griechisch spricht und wir nicht. Am Abend schauen wir uns dann das malerische Dörfchen Kalavryta an. Überall hört man Knallpetarden, es ist Ostersamstag und es gibt gewaltig viel Krach und auch sonst ist ganz schön was los.

Dimitsana
Dimitsana
24.04.2011
Kalavryta - Dimitsana - Kloster Prodromou - Vassa - Olympia (246 km)
Nach dem Frühstück fahren wir weiter Richtung Dimitsana. Unterwegs wollen wir uns die Tropfsteinhöhlen „Spileon ton Limon“ ansehen, können wir nicht, es ist geschlossen. Also fahren wir weiter und sind mittags in dem schmucken griechischen Dörfchen Dimitsana. Es ist Ostersonntag und in jedem Garten wird ein Osterlamm grilliert. Das riecht wirklich gut, da bekommt man auch Hunger. Wir spazieren durch die Gassen von Dimitsana und danach fahren wir weiter zur Lousios-Schlucht. Hier wollen wir uns das Kloster Prodromou ansehen. Ein kleiner Weg führt dorthin und wir sind direkt unter dem Kloster, als es Lammknochen zu regnen beginnt. Schnell in Deckung, damit wir nicht getroffen werden! Heute wäre ein Hund ein nützliches Wesen! Sobald die Mönche sämtliche Knochen entsorgt haben, gehen wir weiter und schauen uns das Kloster an. Es sieht ganz lustig aus, wie an den Felsen genagelt. Die Kapelle können wir uns leider nicht anschauen, die Mönche haben Mittagspause. Also gehen wir zurück zum Womo und fahren über Andritsana quer durch das Hinterland von Peloponnes. In Vassa sehen wir uns noch den Tempel des Appollon an, verpackt in ein Zelt, damit er nicht allzu sehr zerfällt. Der Tempel ist auf einem wunderschönen Aussichtspunkt gebaut. Weiter geht’s nach Olympia. Wir übernachten auf dem Camping „Alphios“ in Olympia.

Kloster Prodromou
25.04.2011
Olympia - Elis (88 km)
Am Morgen sehen wir uns vorerst das olympische Station und die Ausgrabungsstätten von Olympia sowie das Museum an. Es ist ganz schön heiss. Zu Mittag gibt’s Osterhasen und danach spazieren wir durch die Strassen von Olympia. Nachmittags fahren wir dann weiter nach Pygros und danach der Küste entlang nach Elis. Hier in einem Pinienwald an der Küste gibt es einen wunderschönen Stellplatz für Womos in einem alten Pinienwald. (37,37002°N 21,68607°E) Nichts als Sandstrand und Pinienbäume weit und breit. Es ist noch nicht Saison, so hat es auch nur vereinzelt andere Womos. Wir packen unsere Badesachen und schon sind wir am Strand. Das Wasser ist etwas kalt, den Kindern scheint’s nichts auszumachen.

Olympia
26.04.2011
Elis - Kyparissia - Voidilika Bucht (68 km)
Am Morgen gehen wir nochmals baden, doch bald bekommen auch die Kinder zu kalt. Nach einer Kaltwasserdusche packen wir unsere Sachen und fahren Richtung Süden. In Kyparissia stocken wir unsere Vorräte auf. Weiter geht’s nach Filiata. Bei Agili sehen wir uns ein Märchenschloss mit einem Königspaar und dem Pferd des Posseidon an. Das Schloss ist leider geschlossen, also fahren wir weiter zur Rinderbauchbucht, dem angeblich schönsten Strand Griechenlands. Wir machen uns auch gleich auf den Weg zur Höhle des Nestor, am Fuss der Bucht. Auf dem Hügel gibt es noch eine Burgruine. Da gehen wir dann nicht mehr hinauf, da ein Gewitter aufzieht. Ganz trocken kommen wir nicht mehr bis zum Womo. Wir übernachten an der Bucht.

Voidilika Bucht
27.04.2011
Voidilika Bucht - Menthoni - Koroni - Petalidi (76 km)
Am Morgen spazieren wir nochmals entlang der Bucht. Zum Baden ist es leider zu kalt. Die Kinder sind ganz traurig, aber was soll’s, es gibt ja noch mehr Strände in Griechenland. Wir fahren weiter nach Menthoni. Hier kann man eine Festung aus der byzantinischen Zeit anschauen. Das haben wir natürlich gemacht, Samuel sieht lieber Burgen an als Kloster. Wir fahren weiter der Küste entlang nach Koroni. Koroni ist ein malerisches Dorf direkt am Meer mit ganz vielen Treppen. Das Womo muss eingangs Dorf parkiert werden, die Gassen sind so eng, die Durchfahrt für grössere Fahrzeuge nicht zu empfehlen. Am Meer geniessen wir eine griechische Spezialität, den Eis-Nescafé. In Petalidi finden wir einen Campingplatz direkt am Meer.

Menthoni
Koroni
28.04.2011
Petalidi - Kalamatta - Pirgos Dirou (128 km)
Am Morgen wollen wir eigentlich am Strand baden gehen. Doch die Sonne scheint nicht, das Meerwasser ist kalt und so begnügen wir uns damit, Steine ins Meer zu werfen. Am späten Vormittag fahren wir weiter nach Kalamatta und danach nach Pirgos Dirou. Die Strasse schlängelt sich dem Meer entlang, einmal steil bergauf, dann wieder steil bergab. Alle sind wir überrascht wie gebirgig die Halbinsel Peloponnes ist.  Nachmittags um vier sind wir vor den Toren der Tropfsteinhöhle von Pirgos, die Höhle ist bereits seit einer Stunde geschlossen. Zu unseren Füssen jedoch sehen wir die Sauriereierbucht, da haben wir auch gleich die Bleibe für die kommende Nacht.  Die Kinder können jedoch nicht baden, da der Wellengang viel zu hoch ist, also werfen sie Sauriereier ins Meer!
Pirgos Dirou
29.04.2011
Pirgos Dirou - Tropfsteinhöhlen - Port Kaigo - Gythion (100 km)
Gleich nach dem Frühstück machen wir uns zu Fuss auf den Weg zu den Tropfsteinhöhlen. Mit einem Boot fahren wir mehr als eine halbe Stunde durch das Gewirr aus Stalagmiten und Stalakiten. Immer wieder muss man den Kopf einziehen, um keine Beule davonzutragen. Alles geht sehr schnell, die Höhle ist sehr beeindruckend. Es ist eine der reizvollsten Höhlen der Welt. Einen Teil der Höhle erkunden wir dann noch zu Fuss. Die Tropfsteinhöhle hat eine Länge von 14 km, 1600 m davon sind zugänglich. Nach dem Ausflug marschieren wir zurück zum Strand. Alain und Samuel gehen baden. Nach dem Mittagessen packen wir zusammen und fahren weiter zum verlassenen Dorf Vathia. Wir spazieren hinauf zum Dorf und begegnen prompt einer Schlange. Sie flüchtet,  wir auch und fahren weiter zur südlichsten Spitze, Port Kaigo. Hier ist die Dorfstrasse auch gleich der Strand. Wir geniessen einen doppelten griechischen Espresso und brauchen danach viel Mineralwasser zum Spülen! Auf der anderen Seite des Fingers fahren wir der Küste entlang durch die griechische Pampa wieder nördlich. Abends um sechs sind wir in Gythion. Wir nächtigen am Hafen und geniessen den Sonnenuntergang an der griechischen Hafenpromenade bei einer Pizza. Das kommt davon, wenn man mit 2 kulinarischen Banausen unterwegs ist.

Vathia
30.04.2011
Gythion - Monemvassia - Sparti - Mystras ((151 km)
Heute fahren wir auf die Spitze des 2. Fingers, nach Monnemvassia. Monnemvassia ist eine alte Festung aus der byzantinischen Zeit. Alles ist in einem fantastischen Zustand und erinnert ein wenig an Mont St. Michel in der Bretagne. Es ist wunderschön, durch die Gassen zu schlendern, wir klettern sogar hinauf bis zur Burgmauer. Danach schauen wir uns die orthodoxe Kirche an und schauen bei einer Taufe zu. Ganz schön interessant, andere Sitten, andere Bräuche. Auf einer Dachterrasse mit Blick über ganz Monemvassia geniessen wir unser Mittagessen und danach fahren wir weiter nach Sparti und Mystras. Wir übernachten auf dem Campingplatz in Mystras.

Monemvassia
01.05.2011
Mystras - Sparti - Mystras (34 km)
Nach dem allgemeinen Womo-Service fahren wir nach Mystras, um die alte byzantinische Festung anzusehen. Mit Wasser und Wanderschuhen ausgerüstet stehen wir vor dem Eingang, um festzustellen, das heute Sonntag geschlossen ist.  Zurück im Womo gibt’s Mittagessen und danach fahren wir zurück nach Sparti, um die Akropolis von Sparti anzusehen. Der Blick von der Ausgrabungsstätte über Sparti ist schön, das ist dann aber auch schon alles. Wir übernachten oberhalb von Mystras.

02.05.2011
Mystras - Nafplio - Epidaurus - Didima (220 km)
Heute nun sehen wir uns gleich am Morgen die Festung von Mystras an. Mystras war zur Zeit des byzantinischen Reiches neben Konstantinopel eine der wichtigsten Städte. Unvorstellbar, aber an diesem Berg sollen zu dieser Zeit (1300 bis 1700 n. Chr.) über 16‘000 Menschen gelebt haben. Drei Stunden dauerte unser Studium des byzantinischen Reiches. Weiter geht’s über Tripoli nach Nafplio und danach nach Epidaurus. Hier sehen wir uns das antike Theater von Epidaurus an mit einer genialen Akkustik. Die Kinder freut's. 120 grosse Tritte vom Theater bis hinauf zum letzten Sitzplatz. Gegen Abend fahren wir dann weiter nach Didima. Hier gibt’s 2 riesige Dolinen. Eine erkennt man gut, die zweite muss man schauen, dass man den Boden unter den Füssen nicht verliert, sie ist gut vertarnt mit vielen Bäumen rundherum. Wir übernachten auch gleich am Fuss einer dieser riesigen Krater.

Mystras
03.05.2011
Didima - Nafplio - Mykenes (96 km)
Am Morgen besuchen wir die Kapellen in der Doline. In einer Kapelle ist eine Freske aus dem 15. Jh. Danach fahren wir zurück nach Nafplio und feiern Alain’s Geburtstag. Wir flanieren durch die Altstadt und gönnen uns ein herrliches griechisches "Soulvaki". Wir geniessen die herrliche Stadt und gegen Abend fahren wir dann noch nach Mykenes. Hier übernachten wir auf einem Campingplatz.

Dolinen von Didima
04.05.2011
Mykenes - Kanal von Korinth - Korinth (99 km)
Wieder einmal gibt es antike Steine, nämlich diejenigen von Mykenes zu begutachten. Die Kinder meinen, wir hätten bereits genug antike Steine angeschaut! Mykenes stammt aus der Zeit 3000 v. Chr. und ist sehr gut erhalten. Sobald jedoch die vielen Touristenbusse anrauschen, ergreifen wir die Flucht und fahren weiter nach Korinth. Zuerst schauen wir uns die Ausgrabungsstätte von Korinth an. Um hinauf zur Burg von Korinth zu gelangen, verfahren wir uns zünftig (zu viele Umleitungen) und schliesslich landen wir am Kanal von Korinth. Lange warten wir bis ein Schiff durch den Kanal fährt und noch länger bis dann das 2. kommt. Um ein Haar hätten wir das zweite dann nach dieser langen Warterei verpasst, hätte unser Boy nicht so gut aufgepasst. Übernachtet wird danach auf dem Parkplatz von Alt Korinth.

Wohin?
Kanal von Korinth
05.05.2011
Korinth - Patras - Kalogria (179 km)
Wir fahren der Küste entlang zurück nach Patras. Zu Mittag gibt’s eine feine Pizza kurz vor Patras. Wir haben noch Zeit genug, also entscheiden wir uns, noch die Sanddünen von Kalogria anzusteuern. Nachmittags um drei sind wir in Kalogria und machen uns gleich auf zum Strand. Es ist ein fantastischer Strand, unsere Kinder machen Wasserstrassen und sammeln Muscheln. Wir erleben einen wunderschönen Sonnenuntergang an unserem letzten Ferientag in Griechenland. Wir übernachten auch gleich bei den Dünen. (38.15627°N 021,36824°E)

Kalogria
06.05.2011
Kalogria - Patras (62 km)
Am Morgen lockt die Sonne, wir spazieren nochmals den Strand entlang. Ein Ausflug in den nahen Pinienwald mit vielen Sümpfen liegt auch noch drin. Danach geht’s zurück zum Womo zum Packen. Gegen Mittag fahren wir los Richtung Patras. Nachmittags um zwei sind wir in Patras und auch gleich umringt von vielen Sans-papiers, die eine Gelegenheit suchen, sich selbst nach Italien zu schmuggeln. Um fünf sind wir dann endlich auf dem Schiff und die Rückreise beginnt. Wir erleben nochmals einen wunderschönen Sonnenuntergang auf dem Mittelmeer.

Sonnenaufgang auf dem Mittelmeer
07.05.2011
Patras - Ancona (Fähre) - Brig (622 km)
Dem wunderschönen Sonnenuntergang folgt ein nicht minder schöner Sonnenaufgang auf dem Meer. Wir spazieren vormittags ein wenig auf dem Schiff, nachmittags um zwei legen wir in Ancona an und jetzt beginnt unsere Marathonfahrt nach Bitsch. Nachts um halb elf fahren wir über den Simplon und noch vor Mitternacht sind wir zuhause.


Total KM: 2‘878
Total Diesel: 350.05l   Durchschnitt: 12.16l/100km