Kuba 2010

unsere Route
23.02.2010
Brig - Zürich - Flug nach Varadero
Übernahme Fahrzeug
Matanzas
Heute geht’s los Richtung Kuba. Am Morgen müssen wir sehr früh aufstehen. Um 05.45 Uhr fährt unser Zug ab Brig nach Zürich.
Pünktlich um 09.40 Uhr startet das Flugzeug der Edelweiss Air ab Zürich. Der Flug Zürich-Varadero dauert ca. 11 Stunden. Mit 6 Stunden Zeitverschiebung sind wir ca. 14.30 Uhr in Varadero. Gleich machen wir uns auf den Weg zu der Autovermietung Cubacar. Wir haben das Auto über ein Reisebüro in der Schweiz gebucht. Die Autovermietung von Cubacar in Varadero ist tatsächlich in einem Wohnmobil untergebracht. Sonst haben wir aber in Kuba kein einziges Wohnmobil gesichtet. Schnell ist der Papierkram erledigt, wir müssenn noch unser Geld in Peso Convertible umtauschen und gleich einiges wieder bei der Autovermietung abgeben und los geht unser Abenteuer durch Kuba. 
Unser Mietauto ist ein Hyundai Sonata,  Automat mit drei Pneus, die O.K. sind, einem komplett abgefahrenen Pneu und einem platten Reservepneu. Das stellen wir jedoch leider erst später fest. Unser erster Ausflug in Kuba geht Richtung Varadero. Da gibt's vor allem riesige Hotelkomplexe zu sehen, so machen wir kehrt und fahren nach Matanzas. Alle sind inzwischen ziemlich müde, immerhin ist’s jetzt in Kuba bereits 18.00 Uhr. Wir übernachten in unserer ersten ‚casa particular’. Alles ist tiptop.

Matanzas
24.02.2010
Matanzas - Viñales (305 km)
Unsere Gastfamilie serviert uns ein flottes Frühstück und danach packen wir unsere Sachen und fahren los Richtung Havanna. Wir fahren der Küste entlang.
In Havanna drehen wir dann ein paar Runden im Stadtteil Marianao, bevor wir die Einfahrt für die Autobahn Richtung Pinar del Rio und Viñales finden. Die Fahrt auf der kubanischen Autobahn ist recht unterhaltsam. Es gibt nicht nur Autos und Camions, nein es gibt auch Pferdekutschen, Velos und sogar Fussgänger. Bald einmal begreifen wir, dass man in Kuba auf der linken Spur fährt, da auf der rechten Spur eben allerlei unterwegs ist.

Viñales
Nachmittags um drei Uhr sind wir in Viñales und haben bald unser zuhause für die nächsten 3 Nächte gefunden im Haus von Esther und Domingo. Mit ihnen essen wir dann erstmals in Kuba zu Abend, Reis und Bohnensuppe und Fisch. Es schmeckt prima. Zusätzlich gibt es frittierte Bananen ´kubanische Chips’. Die Kinder haben diesen Teller bald leer.
25.02.2010
Viñales Tal
Am Morgen spazieren wir durch das Dörfchen Viñales. Es gibt einiges zu bestaunen. Vor allem die vielen Oldtimer, welche auf den Strassen verkehren, beeindrucken uns besonders. Es gibt aber auch Pferdetransporte, Ochsenkarren usw. So vergeht die Zeit im Nu und schon ist es Nachmittag.

Wir spazieren im Viñales Tal. Im Gebiet von Viñales und Pinar del Rio wächst Kubas berühmter Tabak. Zum Abend essen wir wieder bei Esther und Domingo.
Viñales Tal
26.02.2010
Viñales - Cayo Jutia (54 km)
Nach dem Frühstück wollen wir eigentlich nach Maria la Gorda zum Baden fahren. Unsere Gastgeber empfehlen uns dann jedoch, an das nur 40 km entfernte ‚Cayo Jutia’ zum Baden zu fahren. Also befolgen wir ihren Ratschlag, da Maria la Gorda 150 km entfernt ist, bei den Strassen in Kuba hätten wir wohl mehr Auto gefahren statt gebadet. ‚Cayo Jutia’ ist ein wunderschöner Sandstrand auf einer vorgelagerten kleinen Insel, erreichbar über eine übers Meer gebauten Kanalstrasse.
Abends übernachten wir nochmals bei Esther und Domingo.

27.02.2010
Viñales - Havanna - Cienfuegos (413 km)
Jetzt heisst es Abschied nehmen und wir fahren auf der Autobahn zurück nach Havanna und danach weiter Richtung Cienfuegos. Nachmittags um vier sind wir in Cienfuegos und bald auch in einer originellen ‚casa particular’ einquartiert. Danach machen wir uns noch auf den Weg, Cienfuegos zu erkunden.

Cienfuegos
28.02.2010
Cienfuegos - Rancho Luna - Trinidad (82,5 km)
Nach dem Frühstück sehen wir uns den botanischen Garten von Cienfuegos. Weiter geht's an die Küste nach Rancho Luna. Hier gibt’s ein Delphinarium. Wir müssen etwas warten, es gibt nur 2 Shows (10 Uhr und 14 Uhr). Also spazieren wir zum Strand. Die Delfinshow ist wirklich originell und Manon, unser grosser Delphinfan hat eine Riesenfreude.

Delfinarium Rancho Luna
Wir fahren durch eine wunderschöne Landschaft nach Trinidad.
Am späteren Nachmittag sind wir in Trinidad und haben bald eine ‚casa particular’ gefunden. Von unserer Terrasse aus haben wir eine herrliche Sicht über die Dächer von Trinidad, Unesco Weltkulturerbe. In der Abendsonne spazieren wir durch die malerischen Gassen. Nach dem Sonnenuntergang marschieren wir dann zurück zu unserer ‚casa’ und es gibt ein herrliches Abendessen mit Pommes Frites, Reis (gehört zu jedem Essen dazu) und gebratenen Crevetten.

01.03.2010
Trinidad
Heute sehen wir uns Trinidad an. Wir schauen viele alte malerische Kolonialhäuser an.

Trinidad - UNESCO Weltkulturerbe
Nachmittags wollen wir dann an die ‚Playa Ancon’, der nicht weit entfernte Strand von Trinidad. Als wir losfahren wollen, müssen wir feststellen, wir haben hinten links einen Platten. Zum Glück sind die Kubaner sehr hilfsbereite Leute. Schnell sind wir vor einer behelfsmässigen Werkstatt und unser Pneu wird geflickt (es hat eine Schraube dringesteckt). Unser Reservepneu wird darauf auch noch geflickt, alles zusammen für 40 Peso Convertible und einen Cap. Unser hilfsbereiter Kubaner wünschte sich vor allem ein Souvenir. Danach machen wir uns doch noch auf den Weg zur ‚Playa Ancon’ zum Baden. Die Kinder haben viel Spass.

02.03.2010
Trinidad - Jatibonico - Camagüey (261 km)
Heute sind wir durch das Tal der Zuckerrohrplantagen nach Sancti Spiritus gefahren. Wir sehen viele Zuckerrohrfelder und es wird Zuckerrohr geerntet, überall. Die riesigen Maschinen für die Ernte und die vielen Lastwagen mit Zuckerrohr geladen gefallen den Kindern.

Zuckerrohrtransport
Wir fahren durch Jatibonico, eine Zuckerrohrstadt. Die Zuckerrohrfabrik befindet sich direkt in der Stadt, alles riecht süss. Weiter geht’s hinauf nach ‚Cayo Coco’. Die Dammstrasse nach ‚Cayo Coco’ sind wir dann nicht gefahren(sie ist zollpflichtig). Also fahren wir zurück nach Ciego die Avila und danach nach Camagüey. In Camagüey finden wir schnell eine ‚casa particular’. Wir machen uns auf den Weg, Camagüey anzuschauen, als es anfängt wie aus Kübeln zu regnen. Also schnell zurück zu unserem zuhause.
Camagüey
03.03.2010
Camagüey - El Cobre - Santiago de Cuba (337 km)
Am Morgen werden wir mit dem Velotaxi durch Camagüey chauffiert. Es ist lustig für die Kinder. Wir schauen den Markt von Camagüey an und viele historische Plätze und Häuser.

Mittags packen wir dann unsere Sachen zusammen und weiter geht’s Richtung Bayamo. Nach Bayamo fahren wir entlang der Bergkette der Sierra Maestra nach El Cobre. Die stattliche Wallfahrtskirche von El Cobre sieht man schon von weitem. Wir besuchen die Kirche und fahren weiter nach Santiago de Cuba.
El Cobre
Als wir in Santiago ankommen, ist es bereits dunkel, also suchen wir nicht mehr nach einer ‚casa particular’ sondern quartieren uns im nächsten Hotel ein.

04.03.2010
Santiago - Baracoa - Santiago (484 km)
Zuerst reservieren wir am Busterminal unsere Busreise vom 06.03. von Santiago nach Havanna. Der Direktbus ist bereits ausgebucht, also buchen wir halt Plätze in dem „Bummler“. Danach fahren wir nach Guantanamo. Der Ort Guantanamo ist nicht allzu speziell, also fahren wir weiter zur Einfahrt zum amerikanischen Stützpunkt. Weiter darf man nicht. Wir fahren der Küste entlang nach Cayobabo und danach durch die Sierra del Purial nach Baracoa. Die Fahrt über die hügelige Landschaft ist sehr kurvig und schön.

Sierra del Purial
Nach einem Spaziergang durch das malerische Baracoa machen wir uns auf den Rückweg. War das Wetter in Baracoa bewölkt und sah nach Regen aus, so haben wir zurück an der Küste wieder das schönste Wetter. Als wir zurück in Guantanamo sind, wird es bereits dunkel und den letzten Teil unserer Etappe zurück nach Santiago müssen wir bei Dunkelheit fahren, eine spezielle Erfahrung in Kuba. Es gibt wenige Strassenschilder in Kuba und beleuchtete Strassenschilder gibt es überhaupt keine! Wir finden den Weg zurück und haben uns im Hotel ‚Las Americas’ in Santiago einquartiert. Zu viert bekommen wir sogar eine Suite (Schlafzimmer mit Wohnzimmer und Bad).
Malécon von Baracoa
05.03.2010
Santiago - Marea del Portillo (170 km)
Heute wollen wir die Küstenstrasse entlang der Sierra Maestra nach Marea del Portillo fahren.


Die Strasse ist in einem miserablen Zustand. Ein Grossteil der Strasse ist nicht geteert. Es gibt riesige Schlaglöcher.Da haben wir nicht unbedingt das ideale Fahrzeug dazu und kommen nur sehr langsam vorwärts.
Strasse nach Marea del Portillo
Also errichen wir unser Ziel Marea del Portillo nicht und müssen vorher umkehren. Zurück in Santiago sehen wir uns noch das Stadtzentrum an. Danach wollen die Kinder unbedingt die Festung von Santiago ansehen, also fahren wir noch hinaus zum Castillo San Pedro de Moro. Wir gehören zu den letzten Gästen der Festung für diesen Tag und dürfen zusehen, als bei Sonnenuntergang zwei Schüsse (Sandsäcke) von einer antiken Kanone aus der Piratenzeit aufs Meer geschossen werden. Die Kinder sind hell begeistert.

06.03.2010
Santiago de Cuba/Abgabe Mietauto
Heute frühstücken wir am Morgen gemütlich im Hotel und danach wird gepackt. Dies ist unser letzter Tag in Santiago. Wir geben am Mittag unser Mietauto bei Cubacar zurück. Alles verläuft reibungslos. Die Agentur hat tatsächlich kontrolliert, ob der Reservepneu platt ist! Wir werden danach zum Busterminal gefahren und nachmittags um drei Uhr fährt unser Bus ab in Richtung Havanna. Die Halte erweisen sich als nicht ganz unpraktisch, um einmal die Beine zu vertreten. Aber die Busfahrt dauert höllisch lange, 15 Stunden! Es sind ja auch über 850 km zurückzulegen. Die Kinder können schlafen, sie haben Freude an dieser Tour, für uns Erwachsene ist es eher eine Tortur!

07.03.2010
Havanna
Morgens um sieben kommen wir in Havanna an und nehmen ein Taxi zum Hotel Tryp Habana Libre (dieses Hotel haben wir als einziges von der Schweiz aus gebucht).

Havanna
Wir haben Glück und dürfen unser Zimmer gleich beziehen (normalerweise ist check-in nach 14.00 Uhr). Danach gibt es ein herrliches Frühstück und wir ziehen los, um Havanna unsicher zu machen. Unser Hotel ist im Stadtteil Vedado, unweit des Malécon von Havanna. So spazieren wir den Malécon entlang zu Havanna vieja.
In der Catedral San Christobal wird gerade eine hl. Messe gefeiert, wir sehen zu. Danach sitzen wir auf der Plaza San Christobal und hören einer kubanischen Musikgruppe ‚Chocolate caliente’ bei einem Glas zu trinken zu. Es ist so herrlich gemütlich, die Zeit vergeht im Nu.
Plaza San Christobal, Havanna
Mit einer Kutsche schauen wir Havanna vieja an. Danach spazieren wir durch die Gassen Havannas zurück zu unserem Hotel. Die Kinder sind ziemlich müde und nur noch die Aussicht auf eine Pizza vom Holzofen vermag sie für den Spaziergang durch die Gassen von Havanna zu motivieren. Zurück in Vedado gibt's dann die versprochene Pizza.

08.03.2010
Havanna
Entlang des Malécon spazieren wir wieder nach Havanna vieja.  Wir besichtigen die Zigarrenfabrik Partagas. Die Führung durch die Fabrik ist sehr interessant und es schmeckt herrlich nach Zigarren. Zu Samuel’s 10. Geburtstag darf er den Rest des Tages den Marschplan festlegen, also schauen wir auf seinem Wunsch die Festung ‚Castillo de la real Fuerza’ an. Danach gibt's ein feines kubanisches Abendessen im Stadtzentrum von Havanna. Bei Sonnenuntergang spazieren wir entlang des Malécon zurück zu unserem Hotel.

Malécon Havanna
09.03.2010
Havanna - Varadero (154 km)
Unsere Ferien in Kuba neigen sich dem Ende zu. Nach dem Frühstück wird gepackt und mit dem Taxi fahren wir zum Busterminal von Viazul. Um 10.00 Uhr fährt unser Bus von Havanna los Richtung Varadero. Nachmittags um eins sind wir in Varadero am Flughafen.
Nach einem kurzen Mittagessen können wir einchecken und danach geht alles relativ schnell.
Nachmittags um 16.00 Uhr starten wir mit Edelweiss Air Richtung nach Hause. Einen kurzen Abstecher nach Cancun/Mexiko müssen wir noch in Kauf nehmen und danach nehmen wir Kurs Richtung Schweiz.


10.03.2010
Flug Varadero - Cancun - Zürich mit Edelweiss Air
Wir landen um 10.30 Uhr in Zürich. Schnell haben wir unser Gepäck zurück und mit dem Zug geht’s nach Hause ins Wallis.


In Kuba haben wir ca. 2700 km mit unserem Mietauto zurückgelegt. Der Liter Benzin war günstig, ca. 1.10/L. Es gab genügend Cupet Tankstellen, um aufzutanken. Das Übernachten in ‚casa particulares’ können wir nur weiterempfehlen. Es ist eine spezielle Erfahrung und günstig. Meistens werden auch die Mahlzeiten angeboten. Wir haben dieses Angebot oft angenommen und immer gute Erfahrungen gemacht.