Marokko 2016

unsere Route
19. Februar 2016
Bitsch - Evian - Annemasse - Valence (400 km)
Nachmittags um vier Uhr sind wir endlich startklar, alles ist gepackt, unsere Reise in den marokkanischen Frühling kann beginnen. Bei uns im Wallis ist es alles andere als frühlingshaft, nein, es schneit und ist ganz schön kalt. So packt unsere Tochter gleich die Winterjacke mit ein, sehen wir dann, ob diese auch in den Einsatz kommt in Marokko. Wir fahren durch das Rhonetal und bei Le Bouveret wechseln wir auf die französische Seite des Genfersees. Die Fahrt durch die schönen und malerischen Dörfer ist interessant und eng, diese Seite des Genfersees kennen wir noch nicht allzu gut. Bei Annemasse fahren wir auf die französische Autobahn und danach geht es zügig voran, Annecy, vorbei an Lyon und abends um elf sind wir in Valence. Hier bleiben wir über Nacht.
20. Februar 2016
Valence - Montpellier - Barcelona (550 km)
Am Morgen brechen wir zeitig auf und fahren auf der Autobahn weiter Richtung Süden, da wir nicht allzu spät am Nachmittag in Barcelona sein möchten, um noch ein wenig durch die katalonische Stadt zu zigeunern. Nachmittags um drei Uhr sind wir dann mitten im Zentrum von Barcelona und die Autos und Töfflis fahren uns an beiden Seiten um die Ohren, mit unserem Riesengefährt sind wir hier freilich völlig fehl am Platz. So gestaltet sich auch die Parkplatzsuche als äusserst schwierig. Doch wer sucht, der findet. Zu Fuss machen wir uns auf den Weg zur Plaza de Catalones, dem "Dorfplatz" von Barcelona. Ganz viele Leute sind unterwegs, es ist ja auch Samstag Nachmittag. Wir sehen uns noch die Kirche "Sagrada Familia" an, welche seit 150 Jahren im Bau ist. Jetzt fehlt nicht mehr allzu viel und der Bau ist vollendet. Wir bewundern das Bauwerk bei untergehender Sonne, was für ein atemberaubender Anblick. Auf dem Rückweg zu unserem Parkplatz gönnen wir uns noch eine spanische Paella, die Kinder essen eine Pizza. Zurück beim Womo müssen wir dann feststellen, dass wir eine spanische Ordnungsbusse kassiert haben. Ups! Mal schauen, was da für Post in unserem Briefkasten zuhause landet. Es ist schon dunkel, als wir aus der Stadt fahren. In Tarragona verlassen wir die Autobahn und übernachten auf dem Parkplatz eines Fussballfeldes.
Zentrum von Barcelona
Sagrada Familia
21. Februar 2016
Tarragona - Valencia - Murcia - Algeciras (1000 km)
Womo, heute wird's richtig streng für dich! Wir stehen wahrlich früh auf, die Kinder schlafen noch, trinken einen Kaffee und los geht's. Heute steht die Königsetappe unserer Reise an oder vielleicht die Marathonetappe? Und sie dauert lange, unsere Etappe. Zuerst fahren wir der spanischen Küste entlang bis nach Valencia, die Landschaft ist oft gebirgig, aber ziemlich trocken, ab Murcia geht's landein, irgendwann am frühen Nachmittag sind wir in Andalusien, aber es dauert, die Fahrt! Ewig lang fahren wir durch die spanische Pampa, immer wieder grüssen uns andalusische Schilder, die Warnschilder für Motorräder und auch Autos, welche vor langsamen Lastwagen warnen, amüsieren uns immer wieder aufs Neue. Die Autobahn geht einmal bergauf auf über 1000 m Höhe und dann wieder hinunter. Irgendwann am Abend sind wir in Malaga und fahren der Küste entlang, vorbei an ganz vielen Feriensiedlungen, dem Villenviertel Marabella, an jeder Ecke hat es hier einen Golfplatz. Abends um sieben Uhr sind wir dann in Algeciras, unserem eigentlichen Etappenziel, durchgerüttelt und wahrlich ein bisschen müde. Ein kurzer Blick auf den Tacho sagt uns, wir haben sage und schreibe 1002 km zurückgelegt am heutigen Tag. Wow!
22. Februar 2016
Fähre Tarifa - Tanger Ville - Chefchauen (117 km)
Im Aldi in Algeciras decken wir uns noch mit Lebensmittel ein, wir kaufen ein Fährticket der Linie FRS von Tarifa nach Tanger Ville für elf Uhr. Danach geht alles Schlag auf Schlag. Wir müssen uns beeilen, um die Fähre in Tarifa zu erwischen. Aber alles klappt und bald einmal sind wir auf dem Katamaran Richtung Afrika. Man sieht von Tarifa aus auch schon die afrikanische Küste und so sind wir nach einer Stunde schaukeln auf dem Mittelmeer auch schon in Tanger Ville. Die Zollformalitäten sind bald einmal erledigt, mit Hilfe von ein paar Euros. Wir mischen uns ins Strassengewirr von Tanger; und wahrlich, es ist ein Gewirr, anders ist es nicht zu beschreiben. Kreisel mit vier und fünf Spuren, jeder drängt, hupt, wechselt die Spur, gerade so, wie es ihm dienlich ist. Für uns wahrlich ein Challenge und dazu mit unserem grossen Gefährt! Doch wir schaffen es, uns samt Gefährt und ohne Schaden aus der Stadt zu lotsen und fahren über Land Richtung Chefchauen. Aber es braucht Geduld, die Camions sind bergauf wahrlich nicht mehr allzu schnell unterwegs. Nachmittags um halb drei sind wir in Chefchauen, der blauen Stadt und einer der schöneren in Marokko. Ungewollt machen wir mit unserem Womo dank unserer Navidame eine Stadttour durch die engen Gassen und landen schlussendlich mitten auf einem Markt. Bis wir den Weg hinauf auf den Campingplatz über der Stadt finden, dauert ein wenig und wir sind wahrlich erleichtert, als wir oben unser Gefährt parkieren können. Ein Blick hinunter sagt uns, dass es eine flotte Umfahrung gegeben hätte... Zu Fuss laufen wir hinunter ins Zentrum von Chefchauen, schauen uns den Dorfplatz Mohammed V an und natürlich die Medina und den Souk. Sobald es dunkel wird, machen wir uns wieder auf den Weg hinauf zum Campingplatz.
Chefchauen
Plaza Mohammed V
23. Februar 2016
Chefchauen - Meknes - Fes (210 km)
Wir packen den Tag gemütlich an, wir sind ja in den Ferien. Nach einem ausgiebigen Frühstück, gibt es einen Fahrzeugservice und danach fahren wir den Hügel von Chefchauen hinunter, diesmal über die Umfahrungsstrasse und geniessen die herrliche Aussicht, welche sich uns bei prächtigem Sonnenschein auf den Ort bietet. Die Strasse führt uns vorerst durch eine hügelige grüne Landschaft, es wird überall Landwirtschaft betrieben und wir fahren vorbei an vielen kleinen und sehr einfachen marokkanischen Dörfern. Später dann wird die Landschaft immer karger, es ist längst nicht mehr alles grün und blüht. Am Nachmittag parkieren wir unser Womo vor der Stadtmauer von Fes und schon ist ein Marokkaner an unser Womotür, um uns durch das Gassengewirr der Medina von Fes zu führen. Er spricht sogar deutsch, also machen wir mit. 900'000 Menschen leben innerhalb der Stadtmauer von Fes. Wir spazieren durch die engen Gassen, hier muss man ab und zu einem Esel oder Schubkarren Platz machen, ansonsten treffen wir aber vor allem viele Marokkaner. Fes, das ist das Mittelalter aber mit Strom! Der Spaziergang durch die engen Gassen ist vor allem eine Zeitreise in die Vergangenheit. Hier kommt kein Auto durch, ganz viele Menschen leben auf engstem Raum zusammen. Wir schauen uns eine Weberei und dann auch die Ledergerberei an. Beides ist sehr interessant, wir erfahren viel Neues über die Qualität von Leder. In Fes wird viel Handwerk betrieben für ganz Marokko, so werden hier Hochzeitskleider für das gesamte Land hergestellt. Wir lernen viel über die Bräuche und Gewohnheiten der Menschen hier. Am Abend dann spazieren wir vom Tor Bab Boujeloud hinein in das Gewirr der Medina, diesmal allein. Müde kehren wir zurück zu unserem Gefährt, wir übernachten auf dem Parkplatz vor der Stadtmauer, da dieser bewacht ist.
Fahrt Richtung Fes
Bab Boujeloud, Fes
Medina Fes
24. Februar 2016
Fes - Ifrane - Erfoud - Rissani - Merzouga (418 km)
Es ist noch nicht richtig hell, als uns das Gebrüll aus den Lautsprechern der Moscheen weckt. Aber es stimmt schon, es ist Zeit, aufzustehen und uns auf den Weg Richtung Wüste zu machen. Langsam bricht der Tag an, wir verlassen die Stadt Fes, als alles noch ganz ruhig ist, und zum Glück noch nicht viel Verkehr unterwegs ist. Wir fahren nach Ifrane, der kleinen Schweiz von Marokko. Nur hier kann man Giebeldächer bewundern, es hat vor kurzem geschneit, alles ist weiss. Es ist auch ganz schön kühl draussen. Wir fahren über den hohen Atlas und passieren dabei 2 Pässe, als erstes den Col de Zad auf 2178 m und der 2. dann mit 1907 m kurz vor Ar-Rachidia. Danach fahren wir durch das Ziz-Tal mit seiner wunderschönen Oase. Die Landschaft ist sonst hier eher karg, wir alle geniessen den Blick hinunter ins Tal auf die Oase, haben wir doch bisher noch keine bewundern können. Ein Berber zeigt uns, wie die Berber ihr Kopftuch knüpfen, wir üben uns gleich darin. Samuel lässt seinen Kopfschmuck gleich auf. Wir fahren weiter nach Erfoud und danach Rissani und bald einmal sehen wir sie auch, die berühmten Sanddünen der "Erg Chebbi". Auf dem Campingplatz "Secret de desert" quartieren wir uns ein, wir werden sehr nett empfangen und der Blick vom Campingplatz aus auf die Sanddünen ist beeindruckend. Für den nächsten Tag buchen wir einen Ausflug mit dem Dromedar in die Wüste, um dort den Sonnenuntergang zu beobachten.
Oase im Ziz-Tal
Rissani
25. Februar 2016
Merzouga
Am Morgen geniessen wir unseren herrlichen Ausblick bei einem Frühstück draussen. Danach lesen wir und faulenzen. Gegen Mittag fahren wir kurz nach Merzouga, dem letzten marokkanischen Dorf vor der algerischen Grenze. In einem Kaffee geniessen wir bei einer Erfrischung die schöne Aussicht und das freie Wifi. Am Nachmittag machen wir uns dann auf den Weg zurück zum Campingplatz. Wir machen uns bereit für unsere Karawane in die "Erg Chebbi". Der Ausflug wird fantastisch, wir alle haben viel Spass mit unseren Dromedaren, man wird beinahe seekrank, so sehr schaukelt es. Das letzte Stück hinauf zum Aussichtspunkt legen wir zu Fuss zurück, oben angekommen ist die Aussicht einfach phänomenal, alle sind begeistert, man muss sich einfach hinsetzen und ein wenig geniessen. Bei untergehender Sonne machen wir uns dann mit unseren vier Dromedaren auf den Rückweg zum Campingplatz. Wir erleben einen wunderschönen Sonnenuntergang.
Sanddünen der Erg Chebbi
in der Wüste mit dem Dromedar
26. Februar 2016
Merzouga - Tinehir - Boumalne Dades (300 km)
Zeitig starten wir und fahren zurück nach Erfoud. Von hier fahren wir durch das Draa Tal mit mehreren Oasen bis nach Tinehir. Tinehir, die Stadt mit einer wunderschönen Kasbah ist am Eingang der Todra Schlucht. Gegen Mittag sind wir dort und geniessen vom Aussichtspunkt den wunderbaren Blick auf die Stadt am Eingang der Todra Schlucht. Einzig die Plagegeister von Strassenverkäufer stören uns, doch es kommt bald einmal ein Reisebus mit vielen Touristen, welcher uns ablöst... Nach einer gemütlichen Pause fahren wir hinein in die Todra Schlucht. Die Felsen ragen hier senkrecht in die Höhe und zwar ziemlich hoch! Sie leuchten rot im Sonnenlicht, wir fahren bis zuhinterst der Schlucht, das Tal ist wahrlich bis zuletzt sehenswert. Nach einer gemütlichen Mittagspause in der Schlucht fahren wir zurück nach Tinehir, parkieren unser Womo und machen uns auf die Suche nach Brot. Viel später dann kommen wir zurück zu unserem Gefährt und anstatt Brot haben wir einen Teppich gepostet... wir sind nämlich anstatt in einer Bäckerei in einem typischen Berberhaus gelandet, in dem einheimische Frauen Teppiche weben. Sie zeigen uns ihr Handwerk und wie es so kommen musste, verlassen wir das Haus mit einem Teppich... Mit unserem Berberteppich fahren wir dann weiter Richtung Boumalne und es beginnt bereits dunkel zu werden, als wir ins Dadestal hineinfahren. Beim nächsten Campingplatz machen wir Rast.
Tinehir
Todra Schlucht
27. Februar 2016
Dadestal - Msemrir - Quarzazate - Ait-Ben-Haddou (216 km)
Eine unruhige Nacht liegt hinter uns. Es hat die halbe Nacht gestürmt und ganz viel Sand und eine Katze landeten auf unserem Womodach. Am Morgen sind wir so richtig eingesandet. Das Wetter jedoch ist tiptop, wenn auch ziemlich windig. Gleich nach dem Frühstück fahren wir in die Dades-Schlucht, die bekannten Dades-Serpentinen hinauf weit ins Tal hinein bis nach Msemrir. Dort drehen wir und fahren wieder zurück nach Boumalne. Wir fahren durch die Rosenstadt El-Kelaa M'Gouna. Hier werden die berühmten Rosenparfüms und Cremes aus Arganöl mit dem feinen Rosenduft hergestellt. Weiter geht's durch das Tal des Kasbash's bis nach Quarzazate. Hier schauen wir uns das Filmmuseum an. In Quarzazate wurden viele bekannte Hollywoodstreifen gedreht wie z.B. Lawrence von Arabien, Gladiator, Teile von Sieben Jahre in Tibet, Asterix und Obelix und viele Jesusfilme. Ein kurzer Spaziergang durch die Medina von Quarzazate und danach reicht es noch für eine Führung durch das Atlas Filmstudio. Hier können wir viele Kulissen berühmter Filme bewundern. Es ist ganz interessant, die meiste Bausubstanz ist aus Styropor, Gips oder Schaum, alles nicht allzu stabil, Filmkulissen eben. Die Kinder sind sehr interessiert. Es wird schon dunkel, als wir Richtung Ait-Ben-Haddou fahren, morgen schauen wir uns dann die berühmteste Kasbah Marokkos und Unesco Weltkulturerbe an. Wir übernachten im Atlas View Camping und werden auch hier sehr gastfreundlich empfangen.
Serpentinen der Dades Schlucht
Filmstudios Quarzazate
28. Februar 2016
Ait-Ben-Haddou - Tizi-n-Tichka - Marrakech (210 km)
Und wieder einmal hat es durch die Nacht ganz schön gestürmt. Unser Fahrzeug war eine einzige Schaukel. Am Morgen dann lacht uns aber die Sonne entgegen, es ist aber ganz schön kalt. Wir fahren nach Ait-Ben-Haddou, und schauen uns diesen schönen Ort an. Wir spazieren durch die Gassen, sehen zu, wie Lehmziegel fabriziert werden. Auch dieser Ort dient oftmals als Filmkulisse, so auch für Szenen aus Gladiator. Ein Maler zeigt uns seine Kunst, wir verlassen den Ort mit einem gemalten Bild von Ait-Ben-Haddou! Danach fahren wir Richtung hoher Atlas, wir wollen über den Tizi-n-Tichka (2260 m) fahren. Über Nacht hat es geschneit, so muss die Passstrasse erst geräumt werden und wir müssen uns über eine Stunde gedulden. Als wir dann endlich fahren können, fühlen wir uns schon fast zuhause mit all dem Schnee auf beiden Strassenseiten. Die Fahrt über den Pass und durch das Tal zur anderen Seite ist wunderschön, immer wieder halten wir an und geniessen den Ausblick. Abends um fünf Uhr sind wir dann in Marrakech und wieder hat unsere Navidame nicht ganz den Überblick, wir landen innerhalb der Stadtmauer und mit viel Mühe finden wir wieder einen Weg hinaus. Danach fahren wir zum Ourika Camp ausserhalb der Stadt, morgen gehen wir dann mit dem öffentlichen Bus ins Zentrum, das ist wahrlich einfacher.
Ait-Ben-Haddou
über den Tizi-n-Tichka, hoher Atlas
29. Februar 2016
Marrakech
Und genau so machen wir es und es funktioniert vortrefflich. Der Bus bringt uns bis zur Koutoubia Moschee und zur Djemaa el Fnaa, dem Stadtzentrum von Marrakech. Von hier aus ist es ein Katzensprung in die Medina und den Souk von Marrakech. Wir spazieren durch die engen Gassen, sehen den Handwerkern bei der Arbeit zu, es werden Schuhe angefertigt, gewebt, geschnitzt, Wolle eingefärbt, Leder gegerbt und vieles mehr. Zu Mittag gönnen wir uns ein marokkanisches Couscous hoch über den Dächern der Djemaa el Fnaa, ein herrlicher Rundblick hat man von hier aus. Später dann spazieren nochmals durch das Gewühl in den Gassen der Medina, am Abend machen wir uns mit dem öffentlichen Bus wieder auf den Weg zurück zum Campingplatz.
Koutoubia Moschee, Marrakech
Medina von Marrakech
1. März 2016
Marrakech - Ouzoud - El-Keela des Sranghna- Casablanca - Rabat (600 km dank riesigem Umweg)
Wir starten in Marrakech und fahren Richtung Demnate. In Tameleit dann springt uns so ein Idiot vor das Auto, um zu betteln, wir bremsen und weichen aus, er packt im Zorn einen Stein und trifft unserer Womofenster, das Fenster geht in die Brüche. Wie sollte es anders sein, der Idiot flüchtet, die Polizei kann sowieso nichts machen, da er kaum die flüssigen Mittel hat, um den Schaden zu bezahlen. Die Marokkaner mit dem Steine werfen scheinen sie tatsächlich ein Problem zu haben, denn gelegentlich tun es auch die Kinder, nur zum Glück treffen sie nicht allzu oft. Wir fahren weiter nach Ouzoud und schauen uns die Wasserfälle an. Auf dem Rückweg dann müssen wir einen riesigen Umweg fahren, da eine Strasse gesperrt ist. Am späten Nachmittag fahren wir dann auf die marokkanische Autobahn und sind bald einmal in Casablanca. Hier fahren wir aber gleich weiter bis nach Rabat. Abends um 8 Uhr sind wir dann in der marokkanischen Hauptstadt.
Ouzoud Fälle
2. März 2016
Rabat - Asilah - Tanger (262 km)
Am Morgen spazieren wir in Rabat entlang der Stadtmauern der Medina bis zur alten Medina von Rabat. Wir sehen uns das berühmte Tor und dann auch die alten und schönen Gassen der Medina an. Der Souk ist noch geschlossen, alles ist ruhig und gemütlich. Weiter geht es auf den Hügel hinauf, um das Mausoleum von Mohammed V. zu sehen. Der Hassantum wird gegenwärtig renoviert, er ist eingepackt und man sieht nicht viel. Gegen Mittag spazieren wir entlang der alten Stadtmauer von Rabat zurück zu unserem Parkplatz und fahren los Richtung Autobahn. Wir bleiben auf der Autobahn bis Asilah, einem hübschen Küstenort. Asilah hat auch eine ganz schöne und bekannte Medina, die Häuser sind meist weiss und einmal im Jahr dürfen Künstler die weissen Hauswände mit ihren Malkünsten verzieren. So kann man ganz viele spezielle Gemälde an den Fassaden bewundern. Gegen Abend fahren wir die Küste entlang bis nach Tanger, wir wollen am Abend noch die Fähre erwischen zurück über das Mittelmeer nach Spanien. Alles klappt schnell und reibungslos, aber natürlich nicht gratis (!) und so sind wir abends um sechs auf der Fähre Richtung Tarifa.
ancienne Medina, Rabat
Medina von Asilah
3. März 2016
Tarifa - Gibraltar - Malaga - Murcia (590 km)
Am Morgen starten wir in Tarifa und fahren nach Gibraltar. Die Grenze passieren wir dann nicht, die Kolonne für die Einreise ist uns wahrlich zu lang. So bewundern wir den Ort eher aus der Ferne, er ist ja auch nicht allzu gross. Der Küste entlang fahren wir danach nach Malaga. Im Zentrum von Malaga machen wir uns vergebens auf die Suche nach einem Parkplatz, so gibt es halt keine Pizza, wir fahren bis zu einem Einkaufszentrum ein wenig landeinwärts und erleben den "kulinarischen Höhepunkt unserer Reise", nämlich einen Burger mit Frites in einem Mc Donalds in Malaga, sehr zur Freude der Kinder. Es ist schon später Nachmittag, als wir zurück auf die Autobahn fahren und wieder unendlich lange durch Andalusien fahren. Am Abend gegen 8 Uhr sind wir in Murcia, Vor uns ist ein Ikea, wir gehen einkaufen und übernachten gleich auf dem Parkplatz des Geschäftes.
Gibraltar
4. März 2016
Murcia - Valencia - Barcelona - Montpellier (780 km)
Wir starten in Murcia fahren auf der Autobahn vorbei an Valencia, Barcelona und sind bald einmal wieder in Frankreich. Abends gegen 8 Uhr sind wir dann in Montpellier. Wir gönnen uns eine feine französische Pizza und übernachten auf einem öffentlichen Parkplatz.
5. März 2016
Montpellier - Genf - Bitsch (660 km)
Zeitig verlassen wir Montpellier, fahren gegen Mittag bei Genf über die Schweizer Grenze und sind am späten Nachmittag wieder im Wallis.